Seit 1921 nennt sich der Verein s deutsche Herz zu Kaning.
1924 wurde dem Verein eine Theatergruppe angegliedert, die schon vor dem Krieg aktiv war und eine eigene Musikgruppe besaß.
1925 trat der MGV dem Kärntner Sängerbund und dem Sängergau Kärntens Oberland bei.
In diesen Jahren waren die Sänger und Spieler sehr rührig: Mit Liedertafeln und Theateraufführungen zwischen Ebene Reichenau und Eisentratten, Arriach und Obermillstatt wurden so viele Einnahmen erzielt, die es dem Verein ermöglichten, der armen Kaninger Feuerwehr eine Fahne zu schenken.
Im Jahr 1929 leistete der MGV den größten Teil der finanziellen Aufwendungen für die Errichtung des Kriegerdenkmales.
Der Zweite Weltkrieg unterbrach wieder jede Vereinstätigkeit. Es wird erzählt, dass Fronturlauber sich da und dort trafen, um die alten Lieder zu singen. |
1946 wurden durch Bestimmungen der Besatzungsmacht einige Säuberungen durchgeführt: Der Vereinsname musste in Kärntner Sängerherz umgetauft werden, im Motto war die Beifügung deutschen verboten. Erst zehn Jahre später wird der alte Vereinsname wieder zugelassen. Auch die Vereinsleitung war neu zu wählen: Für den bisherigen verdienstvollen Obmann Engelbert Gruber kam Martin Erlacher, vlg. Trojer. Chorleiter wurde Martin Unterscheider. Es entstand wieder eine Gruppe von dreizehn jungen Sängern, die sich dem Verein anschloss, sodass die Stärke nun 29 Mann umfasste. Dieser neue Schwung brachte es mit sich, dass sich die Alten mehr und mehr zurückzogen und nur noch bei besonderen Anlässen mitwirken wollten.
Auch das Laienspiel erfuhr eine Wiedergeburt. Mit Ross und Wagen und später auf Albin Mößler's LKW wurden Orte in der näheren und weiteren Umgebung bespielt: Eisentratten, Lieserhofen, Dölbriach, Reichenau, Arriach
Später fuhr man mit dem Postwagen, der einmal von Eisentratten bis Gmünd geschoben werden musste, ehe er auf dem Kreuzbichl endlich ansprang. In Radenthein gab er dann seinen Geist vollends auf.
Das Jubiläumsfest 1950 aus Anlass des sechzigjährigen Bestandes war das größte Fest nach dem Kriege. Dabei konnten noch lebende hochbetagte Gründungsmitglieder geehrt werden. |
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