DA CAPO – Die Anfänge
EIN RÜCKBLICK AUF DIE ENTSTEHUNG DES MGV KANING
Im Jahre 1890 gründeten junge, sangesbegeisterte Kaninger mit der “Sängerrunde Edelraute” die erste Gemeinschaft des Dorfes auf Vereinsebene. Ihr Motto war “In Alpenluft und Bergesfried klingt himmelhoch das deutsche Lied”. Alle Aufzeichnungen dieser Gruppe über ihr Wirken und ihre Tätigkeit sind bis heute verschollen geblieben. Gründungsmitglieder waren: Ludwig Mössler (vlg. Trattnig), Johann Pontasch (Wiednig), Engelbert Penker (Michl), Karl Kerschbaumer (Griedl), Johann Trattnig und Engelbert Grießer.

Um die
Jahrhundertwende verlosch das helle Licht der anfänglichen Begeisterung, die Vereinstätigkeit wurde eingestellt. Erst 1909/10 kam es zur Neugründung des Vereines unter dem Namen “Sängerrunde Kaning” mit dem Wahlspruch “Rein wie Gold, stark wie Erz sei des deutschen Sängers Herz”. Die Initiatoren waren die beiden “Stanacherer” Ludwig und Martin Unterscheider die beiden “Oberschaderer” Max und Benedikt Penker, die “Mitterschaderer” Johann Mitterscheider und Johann Schiestl und die “Unterschaderer” Johann Emanuel und Konrad Penker. Anfänglich sangen noch Sänger aus der Gründungszeit, der alte Michl, der alte Wiednig und der Schuster Hans mit den jungen mit, aber sie verlangten vom Chorleiter immer wieder die alten Lieder, die sie noch singen konnten. Der Chormeister gab jedoch nicht nach und während des Studiums des recht heiklen “Burschenliedes mit Paternoster” zogen sich die “Alten” zurück. Unter dem jungen Lehrer Hans Wagner als Chorleiter und dem Obmann Hans Mitterscheider gaben sie 1911 im vollbesetzten Unterwirt-Saal ihre erste Liedertafel.

*1913 waren es schon dreizehn Mitglieder, doch der Erste Weltkrieg unterband jede Vereinstätigkeit. Nach dem Krieg begann man unter Chormeister Ludwig Unterscheider sofort wieder und 1920 stieß die unter Otto Reinwald, dem späteren Schmiede- und Bürgermeister, geführte Sängerrunde “Burschengesangverein” geschlossen zum MGV. Es waren dies: Brunner Benedikt (Sieder), Glanzer Heinrich (Grafegger), Glanzer Michael (Unteregger), Kerschbaumer Ludwig (Griedl), Kofler Hans (Oberwirt), Mößler Johann (Oberraml), Oberlercher Oswin (Unterwirt), Penker Benedikt (Unterschader), Penker Engelbert (Michl), PenkerJohann (Oberschader), Rainer Hans (Spitzbichl), Rauter Franz (Schmied), Reinwald Johann (Thomale) und Trattnig Benjamin (Tonis).
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